Europaweites Provisionsverbot für Banken geplant
21. Oktober 2011, Berlin
- quirin bank Vorstandsvorsitzender Schmidt: "Ein Provisionsverbot der EU-Kommission würde den Vertrieb von Finanzprodukten in Europa drastisch verändern und zu mehr Verbraucherschutz führen!"
- Abhängige Vermittler sollten aber ebenfalls einbezogen werden´
- Konsolidierung der Branche als Konsequenz aus der Gesetzesänderung wahrscheinlich
Berlin, 21. Oktober 2011 - Die europäische Kommission plant, ab 2014 ein europaweites Provisionsverbot für Banken einzuführen. Dies geht aus einem Richtlinienentwurf hervor, der am gestrigen Tag in Brüssel im Rahmen von MiFID II diskutiert wurde. Hierbei geht es um eine weitere Überarbeitung und Stärkung des Regulierungsrahmens für sämtliche Finanzmarktakteure. Nach der neuen Richtlinie soll unabhängigen Beratern, Portfolio-Managern, Vermögensverwaltern und Wirtschaftsprüfungsunternehmen die Entgegennahme oder Einbehaltung von Vermittlungsprovisionen untersagt werden.
Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der ersten Honorarberaterbank Deutschlands: "Ein Provisionsverbot der EU-Kommission würde den Vertrieb von Finanzprodukten in Europa drastisch verändern und zu mehr Verbraucherschutz führen!. Schmidt mahnt allerdings an: "Auch abhängige Berater und ausführende Unternehmen, wie etwa Banken, sollten - ähnlich wie in Großbritannien von der Retail Distribution Review (RDR) vorgesehen - in die Gesetzesinitiative einbezogen werden."
Ansonsten laufe die Brüsseler Initiative Gefahr, zu Marktverzerrungen zu Lasten der freien Berater zu führen. Es sei absehbar, dass eine Umsetzung des Provisionsverbots zu einer massiven Konsolidierung des freien Beratermarktes führen würde, so Schmidt weiter. Zu begrüßen ist nach Auffassung der quirin bank AG auch, dass deutlich mehr Fondsprodukte als in der Vergangenheit auf die Liste der komplexen Finanzprodukte gesetzt werden sollen und damit für den Anleger mehr Markttransparenz geschaffen wird. Allerdings, so Schmidt, bliebe es abzuwarten, wie diese in den einzelnen europäischen Ländern, die über unterschiedliche Regulierungsniveaus verfügen, umgesetzt wird.
Über die quirin bank:
Als erste Honorarberaterbank Deutschlands betreibt die quirin bank AG Bank- und Finanzgeschäfte in drei Geschäftsfeldern: Anlagegeschäft für Privatkunden (Private Banking), Beratung bei Finanzierungsmaßnahmen auf Eigenkapitalbasis für mittelständische Unternehmen (Investment Banking) sowie Mandantengeschäft (Business Process Outsourcing). Das Finanzinstitut ist 1998 gegründet worden, hat seinen Hauptsitz in Berlin und betreut gegenwärtig 8.400 Kunden mit einem Anlagevolumen von rund 2,26 Milliarden Euro. Im Segment Private Banking bietet die quirin bank Anlegern ein neues Betreuungskonzept, das auf kompletter Kostentransparenz und Rückvergütung aller offenen und versteckten Provisionen beruht. Mit einem monatlichen Honorar sind alle Gebühren abgedeckt. Darüber hinaus ist die Bank am Anlageerfolg beteiligt.
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